Hilfsangebot für durch den Angriffskrieg auf die Ukraine psychisch belastete Menschen

Ganz Europa und insbesondere Mitmenschen mit ukrainischen Wurzeln befinden sich in einer unbeschreiblichen Ausnahmesituation, die uns alle fassungslos macht.

In dieser Ausnahmesituation können Gefühle und Belastungssymptome auftreten, die sich ganz vielfältig äußern:
Haben Sie Probleme durchzuschlafen, sich zu Konzentrieren oder Kopfschmerzen?
Sind Sie oft traurig, verzweifelt und schnell wütend?
Haben Sie oft Erinnerungen an schmerzhafte Ereignisse?

Die Initiative Gemeinsam für Psychische Gesundheit (GPG) der Universität Greifswald sowie das Psychosoziale Zentrum für Asylsuchende und MigrantInnen in Vorpommern (PSZ) im Kreisdiakonischen Werk Greifswald e.V. möchten belastete Studierende und Mitarbeitende sowie Angehörige mit ukrainischen aber auch russischen und belarussischen Wurzeln – soweit möglich – unterstützen.

Um die Situation zu sortieren und nächste Schritte zu planen, möchten wir ihnen in dieser Krise kurzfristig die Möglichkeit anbieten, niedrigschwellige, kostenfreie und unverbindliche Beratungsgespräche am Zentrum für Psychologische Psychotherapie der Universität Greifswald sowie am PSZ zu vereinbaren. Wenn Sie ein Beratungsgespräch wünschen, schreiben Sie uns bitte eine Mail an gemeinsampsychischgesund@uni-greifswald.de

Wir brauchen die Unterstützung von weiteren Therapeut*innen und Sprachmittler*innen. Wenn Sie uns Unterstützen wollen, schreiben Sie uns auch bitte eine Mail unter gemeinsampsychischgesund@uni-greifswald.de.

Wir sind dankbar, dass unsere Rektorin Frau Prof. Riedel sowie unser Oberbürgermeister Herr Dr. Fassbinder dieses Hilfsprojekt unterstützen, was es uns u.a. ermöglichen wird, Sprachmittler*innen Honorar zu zahlen.

Mittel- und langfristig wollen wir belastete Ukrainer*innen und auch Russ*innen und Belaruss*innen sowie bei uns schutzsuchende Mitmenschen aus der Ukraine ebenfalls nach allen Kräften unterstützen. Um unser Hilfsangebot bestmöglich auf die Bedürfnisse abstimmen zu können, freuen wir uns, wenn Sie uns Ihre Wünsche, Fragen und Anliegen in einer kurzen Mail schildern (ebenfalls gemeinsampsychischgesund@uni-greifswald.de). Gern können Sie auch Angehörige und Freunde aus der Ukraine, zu denen Sie Kontakt haben, mit einbeziehen.

Hier finden Sie einige Informationen die der Flüchtlingsrat MV zusammen gestellt hat für für alle Helfer*innen und vertiefende Informationen zur Sozialen Absicherung und weiterführenden Beratungsangeboten.
Weitere Informationen gibt es direkt auf der Webseite des Flüchtlingsrats. Hier finden Sie einige Informationen zu was bei einer Traumatisierungen passiert und was hilfreich ist in verschiedenen Sprachen unter anderem Deutsch, Englisch und Russisch.
Zusätzlich gibt es hier ein gut verständliches, kostenloses Selbsthilfebuch der WHO für Betroffene von Krieg, Gewalt, Flucht (und sonstigem “Stress”) in vielen Sprachen.

Vielen Dank! Sie sind nicht allein!

Das Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Russischsprachige psychologische Unterstützungsgruppe vom International Office “Wir sprechen über den Krieg in der Ukraine”

Am 28. Februar startete die russischsprachige psychologische Unterstützungsgruppe “Wir sprechen über den Krieg in der Ukraine”. Die Gruppe ist offen für die Studierenden und die Mitarbeitende aus der Ukraine, Russland und alle anderen Interessierten. Im März 2022 trifft sich die Gruppe immer montags um 15:00 Uhr (außer am 21.03.) und donnerstags um 15:30 Uhr im Internationalen Begegnungszentrum IBZ (Bahnhofstraße 2/3). Die Gruppe wird von der Psychoanalytikerin und Gruppentherapeutin Lena Trembitska geleitet.

Anmeldung: um Anmeldung wird unter international.officeuni-greifswaldde gebeten. Die Plätze sind begrenzt. Die Teilnahmebestätigung wird per E-Mail versendet. Bitte beachten Sie auch die Corona-Regeln: Teilnahme ist mit 3G Nachweis und Mundnasebedeckung möglich.

Gruppenangebot für in Deutschland lebende belastete Menschen, die nicht direkt vom Krieg betroffen sind

Da im Rahmen unseres Forums am 2.3.2022 ein großer Bedarf an Austauschmöglichkeiten für in Deutschland lebende belastete Menschen, die nicht direkt vom Krieg betroffen sind, auffiel, haben wir entschieden, durch eine digitale Gruppe einen Raum zu schaffen, in dem sich diese Betroffenen über ihre Sorgen und Ängste und weitere im Zusammenhang mit dem Krieg stehende Gefühle austauschen können.

Hier gelangen Sie zu Informationen über das Gruppenangebot.