Life Skills für Jugendliche auf Instagram

Digitales Präventionsprogramm zur Förderung von Medien- & Lebenskompetenzen in der Freizeit

„leduin- Lebenskompetent durch Instagram“ ist ein digitales Präventionsprogramm, das an der Universität Greifswald am Lehrstuhl Gesundheit und Prävention im Bereich „Digital Health and Prevention“ entwickelt wurde. Das leduin-Programm soll Jugendliche bei den Herausforderungen des analogen und digitalen Lebens unterstützen, indem Medien- und Lebenskompetenzen gefördert werden. Hierfür nutzt das leduin-Programm soziale Medien – und zwar Instagram.

 

Das leduin-Programm wurde von Psychologinnen und Psychologen nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt. Außerdem haben Jugendliche, Lehrkräfte und Experten und Expertinnen für Prävention, Pädagogik, Sucht, Medien und Recht im Internet bei der Programmentwicklung mitgewirkt.


Warum wollen wir Lebenskompetenzen fördern?

 

Lebenskompetenzen – Life Skills – wurden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als die Fähigkeiten definiert, die es Menschen ermöglichen, Herausforderungen im Leben erfolgreich zu meistern. Die Förderung von Life Skills geht mit erhöhtem Wohlbefinden, schulischem Erfolg und verbesserter psychischer Gesundheit einher. Außerdem wird Risikoverhalten wie Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum reduziert. Jugendliche sollen dadurch bei einer gesunden Social Media-Nutzung unterstützt werden.


Warum nutzen wir soziale Medien?

Soziale Medien (wie Instagram, TikTok, YouTube) gehören zum Leben heutiger Jugendlicher mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von mehr als drei Stunden pro Tag. Als Teil eines digitalisierten Lebens bringen sie Chancen mit sich – z. B. Zugang zu Wissen und Ideen, Vernetzung, Unterstützung oder Identitätsentwicklung. Gleichzeitig ist die Nutzung sozialer Medien mit Risiken verbunden, wie etwa Suchtgefahr, Cybermobbing, Radikalisierung oder Falschinformationen. Wir wollen Jugendliche für die Herausforderungen einer digitalisierten Welt stärken. Studien zeigen bereits, dass sich soziale Medien zur Gesundheitsförderung eignen.


Wie läuft das leduin-Programm ab?

Das innovative leduin-Programm wird über Instagram vermittelt und die Inhalte werden in der Freizeit bearbeitet. Die Lebenskompetenzen werden durch täglichen Input von 5-10 Minuten Schritt für Schritt quasi nebenbei aufgebaut. Das komplette Programm besteht aus 14 Modulen, die in 14 Wochen bearbeitet werden.

Die leduin-Inhalte werden auf Instagram durch text-, bild- und videobasierte Beiträge vermittelt. Interaktive Elemente wie Quizzes, Fragensticker, Umfragen und Challenges regen die aktive Auseinandersetzung an. Zwei Mal pro Woche werden für erfolgreich bewältigte Challenges Preise in Form von Gutscheinen verlost. Bei Fragen können sich die Jugendlichen per dm (direct message) an das psychologische Team von leduin wenden.


Wie ist das leduin-Programm aufgebaut?

Das leduin-Programm wird ab Oktober 2022 in 14 Modulen über 14 Wochen hinweg vermittelt. Ein Einführungs- und ein Abschlussmodul umrahmen die Modulkomplexe Individualkompetenzen, Sozialkompetenzen und Gesundheitskompetenzen.


Die leduin-Studie

 

Wir wollen das leduin-Programm ab Oktober 2022 erstmals durchführen und suchen dafür interessierte Jugendliche, die an dem Programm teilnehmen wollen. Begleitend zum Programm führen wir eine wissenschaftliche Studie durch. Hierfür füllen die Teilnehmenden Fragebögen aus, damit wir sowohl die Akzeptanz und Umsetzbarkeit des Programms als auch die Auswirkungen des Programms auf die Teilnehmenden untersuchen können. Die Fragebögen werden vor dem Programmbeginn, nach Programmende und noch einmal sechs Monate danach ausgefüllt.


Sie haben Fragen oder Interesse?

Wir würden uns sehr freuen, Sie für die Teilnahme am leduin-Programm und der Studie gewinnen zu können! Bei Interesse oder Fragen wenden Sie sich an die Projektleitung Elizabeth Zimmermann. Wenn Sie teilnehmen möchten, erhalten Sie weiteres Infomaterial und wir besprechen das weitere Vorgehen mit Ihnen.

 

 

M. Sc. Elizabeth Zimmermann leitet das Projekt „leduin - Lebenskompetent durch Instagram“ als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Greifswald. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Als Psychologin führt sie das Programm auf Instagram durch und ist Ansprechperson für Interessierte Organisationen, Eltern und Jugendliche.

 

 

Jun.-Prof. Dr. Samuel Tomczyk leitet die Arbeitsgruppe „Digital Health and Prevention“ am Lehrstuhl „Gesundheit und Prävention“ an der Universität Greifswald und besitzt umfassende Expertise in der Konzeption, Durchführung und Auswertung großer epidemiologischer und interventioneller Studien zu gesundheitsrelevanten Verhaltensweisen und relevanten Einflussgrößen im Kindes- und Jugendalter, die in mehreren deutschen Bundesländern umgesetzt wurden.