Ein Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls Gesundheit und Prävention ist der Bereich Krisenmanagement und Katastrophenschutz. Dabei werden die folgenden Themengebiete werden genauer betrachtet:

Einsatzkräfte

Haupt- und ehrenamtliche Notfallhelfer im Bevölkerungsschutz

Neben den hauptamtlichen Einsatzkräften des Krisenmanagements und Katastrophenschutzes, sind 1,8 Millionen Ehrenamtliche in Deutschland für die Hilfe im Katastrophenschutz ausgebildet. Ohne diese Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit in den Organisationen wäre die Einsatzfähigkeit des Bevölkerungsschutzes maßgeblich bedroht. Optimierte Lösungen zur professionellen Integration freiwilligen Engagements in den Bereichen Krisenmanagement und Katastrophenschutz zu erarbeiten, war das übergeordnete Ziel des Projektes „INKA“. Dafür wurden u.a. die persönlichen Motivationen freiwilligen Engagements im Bereich des Bevölkerungsschutzes erforscht.
Damit die haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte den Menschen in Notsituationen und Katastrophen optimal helfen können, sollte u.a. bei der Planung und Durchführung von Einsatzmaßnahmen die soziokulturelle Struktur der zu versorgenden Bevölkerung berücksichtigt werden. Um die Einsatzkräfte bei der Bewältigung dieser Aufgabe zu unterstützen, durch die Stärkung ihrer interkulturellen Kompetenzfähigkeit, wurde eine Qualifizierungsmaßnahme zur interkulturellen Kompetenzentwicklung erstellt und evaluiert (Projekt „REHIKU 1“) sowie eine Qualifizierungsmaßnahme entwickelt, in der u.a. die Einsatzkräfte für soziokulturelle Unterschiede hinsichtlich des Verhaltens von Notfallbetroffenen sensibilisiert werden (Projekt „BESECU“). Welchen Beitrag menschliches Verhalten, sowohl das der Einsatzkräfte und Entscheidungsträger als auch das der Allgemeinbevölkerung, zu auslösenden Bedingungen kaskadierender Effekte als auch Auswirkungen kaskadierender Effekte auf Reaktionen und Verhalten der Bevölkerung haben, wird im Projekt „SNOWBALL“ untersucht. Des Weiteren kann durch eine bessere und effektivere Nutzung von (mobilen) online-Kommunikationstechnologien im Kontext von Notfällen das Schadensausmaß und negative Auswirkungen verringert werden. Im Projekt „SOTERIA“ und „ISAR“ werden hierzu Richtlinien entwickelt und etabliert sowie eine Online-Plattform zur Nutzung sozialer Medien in Krisensituationen entwickelt.

Kommunikation

Interaktionen zwischen Betroffenen und Notfallhelfern

Die Bevölkerungsschutz AG beschäftigt sich unter anderem mit der Kommunikation im Kontext von Notfällen und Katastrophen. Hierunter fallen die Kommunikation unter Einsatzkräften und innerhalb der Zivilbevölkerung, sowie die Kommunikation zwischen Einsatzkräften und Zivilbevölkerung. 
Die Nutzung sozialer Medien ist hierbei im Fokus: Durch die starke Integration dieser Medien in den Alltag vieler Menschen, die vermehrte Nutzung von mobilen Endgeräten wie beispielsweise Smartphones oder Tablets sowie der Möglichkeit der bidirektionalen Kommunikation und dem Erreichen eines breiten „Publikums“, bieten diese Medien eine vielversprechende Möglichkeit für den Einsatz vor, während und nach Gefahrenfällen. Gleichzeitig ist die Nutzung von sozialen Medien im Katastrophenfall mit Risiken verbunden, etwa Falschmeldungen durch Nutzer, veraltete Information oder auch Bedenken hinsichtlich Privatheit und Datensicherheit.
In diesem Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken bei der Nutzung von sozialen Medien in Notfällen setzt die Forschung der Bevölkerungsschutz AG an. Hierbei werden Themen wie Vertrauen und Nutzungsverhalten behandelt. 
Die Kompetenzen der AG im breiten Feld der Kommunikation in Gefahrenfällen liegen insbesondere in den Bereichen Katastrophen und Notfällen, sowie Terror und Terrorbekämpfung. Durch die Mitwirkung an zahlreichen internationalen Projekten, wie etwa CATO, iSAR+ oder SOTERIA, wird sichergestellt, dass die Forschung und die hierbei gewonnenen Erkenntnisse im Bereich der Kommunikation nicht isoliert stehen, sondern in einem aktuellen und relevanten Anwendungskontext eingebettet sind.

Allgemeinbevölkerung

Notfälle und Katastrophen sowie Auswirkungen, Erfahrungen und Vorbereitung der Bevölkerung

Die Betrachtung der Allgemeinbevölkerung ist in nahezu allen Projekten der AG Bevölkerungsschutz integriert. Dabei wird vor allem auf die Erfahrungen, die Personen mit und in Katastrophen und Notsituationen gemacht haben, fokussiert. Darüber hinaus wird die Risiko- und Krisenkommunikation, Bedürfnisse sowie Notfallwissen und Notfallvorsorge in der Bevölkerung untersucht. Im durch das BBK geförderten Projekt ReHiKu (Rettung, Hilfe und Kultur – interkulturelle Kompetenz) wurde zudem eine Repräsentativbefragung der Bevölkerung Deutschlands zum aktuellen Stand von Notfallvorsorge und -wissen durchgeführt. Die Verhaltensaspekte in Krisensituationen waren zentraler Bestandteil des durch die EU geförderten Projektes BeSeCu (Behaviour, Security and Culture) und CATO (CBRN Crisis Management; Partner). Hierbei wurden die Erfahrungen von Personen in verschiedenen Notsituationen untersucht (Wohnungs‐ bzw. Hausbrand; Brand in einem öffentlichen Gebäude; Flut/Hochwasser; Erdbeben; Terroranschlägen). Darüber hinaus wurden im CATO-Projekt die Kommunikations- und Informationsbedürfnisse der Bevölkerung im Falle eines terroristischen Anschlages untersucht. Der mögliche Einsatz neuer Kommunikationsmedien im BeVSchutz stellt den Kern der EU-Projekte ISAR+ (Online and Mobile Communications for Crisis Response and Search and Rescue) und SOTERIA (Online and Mobile Communication in Emergencies) dar, in denen die Einstellung und das Vertrauen der Bevölkerung in den Einsatz sozialer Medien in Krisen- und/oder Katastrophensituationen erforscht werden. Im Projekt Snowball werden zudem mögliche kaskadierende Effekte in Krisen- und Katastrophen untersucht.

Drittmittelprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte
RadigZ

Teilvorhaben: Wirksamkeit von radikalisierenden Hinweisreizen im Verbundprojekt Radikalisierung im digitalen Zeitalter (RadigZ) - Risiken, Verläufe und Strategien der Prävention

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung
Laufzeit: 01.02.2017

Die Instrumentalisierung des Internets und der neuen Medien durch radikale und terroristische Gruppierungen stellt eine große Herausforderung dar. Durch die digitale Verbreitung von einschlägiger Propaganda erreicht gefährliches Gedankengut ungefiltert eine breite Öffentlichkeit. Dabei ist weitgehend ungeklärt, ob, ggf. wie und bei welchen Individuen sich diese Botschaften auf eine Verstärkung von extremistischen Einstellungen und extrem gewalttätigen Verhaltens auswirken.

Die vom BMBF ausgeschriebene Forschungsförderung adressiert exakt diesen Klärungsbedarf, indem es rechtskonforme Untersuchungen zur tatsächlichen Wirkung dieser Propaganda und der Frage, wie ihr effektiv entgegengetreten werden kann, fördert.

Teilvorhaben 5 beschäftigt sich aus kommunikationspsychologischer und handlungstheoretischer Sicht mit den eigentlichen Wirkungsaspekten von Propaganda auf die Adressaten. Durch den Einsatz von quantitativen und experimentellen Methoden wird das Teilvorhaben 5 Aussagen darüber treffen können, welche Botschaften bei welchen Individuen die Einstellungen und das Verhalten beeinflussen und ggf. extremistisch gewalttätiges Denken und Handeln fördern.

Auf der Basis der identifizierten Hinweisreize mit Radikalisierungspotenzial sowie der gemessenen Relevanz dieser Reizkomponenten des Propagandamaterials für die Verhaltensziele des Individuums können Verhaltens- und Verhältnispräventionsmaßnahmen zielgruppenspezifisch (indiziert) systematisch und wissenschaftlich begründet hergeleitet, implementiert und evaluiert werden.

Zielstellung von Teilvorhaben 5 ist die Klärung der Frage, welche potentiell radikalisierenden Hinweisreize wie stark auf welche Risikogruppen wirken.

Wirksamkeit wird dabei in Anlehnung an die Werbewirksamkeitsforschung operationalisiert als Bekanntheit des Nachrichteninhaltes/der Botschaft, subjektiv eingeschätzte bzw. tatsächliche Verhaltensrelevanz (positive Assoziationen mit extremistischer Gruppe, Index gewaltaffinier Verhaltensweisen) und Attraktivität des Einstellungsgegenstandes vor und nach der Einstellungsmessung.

 

 

Soteria

Online und mobile Kommunikation in Notsituationen

gefördert durch die Europäische Kommission - Grant Agreement No. 606796
Laufzeit 09/2014 - 02/2017

Das SOTERIA Projekt hat es zum Ziel, die Potentiale der Nutzung von sozialen Medien in Notsituation zu erforschen und daraus resultierend Empfehlungen sowie eine Toolbox zu entwickeln. Hierzu werden die Dynamiken zwischen Einsatzpersonal und der Bevölkerung während Notsituationen untersucht.

Dieses soll:

  • zu einem besseren Verständnis des Einflusses von Sozialen Medien im Notfallmanagement führen,
  • zur Nutzung aller Kommunikationskanäle in Notsituationen durch das Einsatzpersonal und durch die Bevölkerung beitragen,
  • zu einer Nutzung von mobilen Plattformen und deren Möglichkeiten zur Lokalisation und effektiven Kommunikationen mit der Bevölkerung führen und
  • zu einer effektiven Nutzung der bereitgestellten Informationen durch die Bevölkerung für das Einsatzpersonal führen.
Snowball

Lower the impact of aggravating factors in crisis situations thanks to adaptative foresight and decision-support tools

gefördert durch die EU FP7 - Grant Agreement No. 606742
Laufzeit 03/2014 - 02/2017

Angesichts immer stärker vernetzter Gesellschaften, in denen Netzwerke unterschiedlichster Art miteinander verbunden sind, sowie einer stetig zunehmenden Bevölkerungsdichte ist ein besseres Verständnis der Auswirkungen kaskadierender Ereignisse (d.h. durch ein bestimmtes Ereignis ausgelöste Ereignisketten zwischen voneinander abhängigen Systemen, „Dominoeffekte“) im Rahmen von Krisen- und Katastrophensituationen notwendig. Die Effekte solcher kaskadierenden Ereignisse können menschliche, physische und ökonomische Schäden umfassen.

Das Ziel des von der Europäischen Kommission geförderten Snowball-Projektes besteht darin, die Bereitschaft und Handlungskapazitäten von Entscheidungsträgern, Notfallplanern und Ersthelfern für weitreichende Krisensituationen mit kaskadierenden Effekten zu erhöhen, um deren Auswirkungen zu verringern. Zu diesem Zweck soll in Kooperation mit Technologieanbietern, Praxispartnern (z.B. Feuerwehr, Rotes Kreuz) und wissenschaftlichen Partnern eine Methode zur besseren Einschätzung und Vorhersage kaskadierender Effekte entwickelt werden und auf Grundlage dessen eine spezielle Plattform für Krisenmanager zur Entscheidungsunterstützung („Decision Support“) bei kaskadierenden Krisensituationen. Dieses System soll

  1. die Simulation und bessere Vorhersage kaskadierender Effekte in Krisen und Katastrophen ermöglichen,
  2. die Reaktionen und das Verhalten der Bevölkerung in die Simulation miteinbeziehen,
  3. öffentlichen Entscheidungsträgern und Behörden Unterstützung im Angesicht kaskadierender Krisen und Katastrophen bieten und
  4. im Rahmen verschiedener Demonstrationen hinsichtlich seiner Effizienz überprüft werden.

Der Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Universität Greifswald ist als Projektpartner für die Analyse des Faktors „Mensch“ im Rahmen von kaskadierenden Krisen und Katastrophen zuständig. Unter anderem soll hierbei der Beitrag menschlichen Verhaltens (d.h. Allgemeinbevölkerung, Rettungskräfte, Entscheidungsträger, Betreiber kritischer Infrastrukturen) auf die auslösenden Bedingungen kaskadierender Effekte untersucht werden und andererseits die Auswirkungen kaskadierender Effekte auf die Reaktionen und das Verhalten der Bevölkerung. Beispielsweise können Verhaltensweisen der Bevölkerung wie die Blockade von Fluchtwegen, die Überlastung des Strom- oder Kommunikationsnetzes oder auch die Weigerung, Anweisungen von Rettungskräften zu folgen, die Auswirkungen einer Krisensituation direkt oder indirekt verschlimmern. Andererseits kann prosoziales und situationsadäquates Verhalten derlei Situationen auch entschärfen.

Abgeschlossene Forschungsprojekte
INKA

Professionelle Integration von freiwilligen Helfern in Krisenmanagement und Katastrophenschutz

gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung - FKZ 13 N 12196
Laufzeit: 10/2012 - 11/2015

Wie können Menschen dazu motiviert werden, sich ehrenamtlich im Bereich Krisenmanagement und Katastrophenschutz zu engagieren? Die Universität Greifswald entwickelt in Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen und Behörden/Organisationen mit Sicherheitsaufgaben Konzepte für die „Professionelle Integration von freiwilligen Helfern in Krisenmanagement und Katastrophenschutz (INKA)“.

Dabei bezieht sich der Forschungsschwerpunkt der Universität Greifswald auf motivationale Aspekte freiwilligen Engagements. Im Mittelpunkt steht die Betrachtung von persönlichen Motivationen für die Aufnahme und die Aufrechterhaltung eines freiwilligen Engagements im Krisenmanagement und Katastrophenschutz, einschließlich der Faktoren, die diese Motivationen beeinflussen.

Das Forschungsprojekt INKA wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“.

Rettung, Hilfe und Kultur

Rettung, Hilfe und Kultur I

gefördert durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz - FKZ BBK-III.1-413-10-00-374
Laufzeit: 09/2010 - 02/2013

Die zunehmende ethnische und kulturelle Diversität der Bevölkerung Deutschlands bedeutet auch für Führungs- und Einsatzkräfte des deutschen Bevölkerungsschutzes eine Heraus­forderung. Sie bei der Bewältigung dieser Aufgabe zu unterstützen, ist das übergeordnete Ziel dieses Projektes. Dabei werden die Tätigkeitsbereiche „Brandbekämpfung, Technische Rettung und Gefahrenabwehr“, „Rettungsdienst und Notfallmedizin“ und „Psychosoziale Notfallver­sorgung“ fokussiert.

Es ergeben sich folgende Teilziele

  • Erstellen einer belastbaren Datenbasis zur Bedarfsermittlung bzgl. interkultureller Kompetenz in den drei Tätigkeitsbereichen,
  • Erarbeiten theoretisch und empirisch fundierter Bildungsmaßnahmen zur interkulturellen Kompetenzentwicklung in diesen Bereichen,
  • Evaluation der entwickelten Bildungsmaßnahmen.

Der Projektplanbesteht aus drei Hauptteilen, die sich aus den genannten Zielen ableiten.
 
Die Datenbasis zur Bedarfsermittlung bzgl. interkultureller Kompetenzsoll durch Literatur­recherche und eigene Erhebungen geschaffen werden. Dazu ist geplant, 15 Expert(inn)en aus den drei Tätigkeitsbereichen des Bevölkerungsschutzes mittels halb­strukturierter Interviews zu befragen. Parallel hierzu sollen qualitative (6 Fokusgruppen geplant) und quantitative (150 Frage­bögen geplant) Daten zur Versorgungszufriedenheit bei Notfallbetroffenen mit und ohne Migrationshintergrund erhoben werden. Diese Betroffenen werden über Kontakte zu Migrantenverbänden und zu Notfallauf­nahmen in Kliniken sowie durch öffentliche Aufrufe rekrutiert. Da die Erhebungen effizienter in einer multiethnischen/-kulturellen Metropolregion realisierbar sind, sollen sie im Raum Hamburg stattfinden.
Auf den Ergebnissen des ersten Projektteils aufbauend, werden dann interkulturelle Bildungs­maß­nahmen entwickelt und zwar spezifisch für die drei Tätigkeitsbereiche und die jeweiligen Hierarchie­ebenen (Führungs- und Einsatzkräfte).
Diese Bildungsmaßnahmen sollen durchgeführt (geplant sind zwei pro Tätigkeitsbereich und Hierarchieebene, also 12 insgesamt) und mittels schriftlicher Befragung der Teilnehmenden evaluiert werden. Ausgehend von den Ergebnissen dieser Evaluation können die Bildungs­maßnahmen ggf. über­arbeitet und dann in manualisierter Form dem Auftraggeber des Projektes zur weiteren Verwendung übergeben werden.
 
Alle Planungen, Durchführungsschritte und Ergebnisse werden dem Auftraggeber und einem projektbegleitenden Arbeitskreis dreimal während des Projektzeitraumes vorgestellt und mit diesen abgestimmt. Dazu werden zwei Zwischenberichte und ein Abschlussbericht vorgelegt.

Rettung, Hilfe und Kultur II

Rettung, Hilfe und Kultur II

gefördert durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz - FKZ BBK-III.1-413-10-00-396
Laufzeit: 05/2013 - 01/2016

Dieses Forschungsprojekt ist eine Fortsetzung und Erweiterung des Projektes „Rettung, Hilfe & Kultur (1)“, welches vom Oktober 2010 bis zum Februar 2013 ebenfalls im Auftrag des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe durchgeführt wurde. 

Das aktuelle Projekt fokussiert weitere Fragestellung im Kontext von soziokultureller Diversität und Bevölkerungsschutz. Im Folgenden werden die Ziele und Inhalte der Arbeitsbereiche (Ab) kurz beschrieben:

Ab1 - Fortsetzung der Evaluation und Förderung der Implementierung von Rettung, Hilfe & Kultur 1

  • Fortsetzung der Evaluation des interkulturellen Fortbildungskonzeptes
    Durch die Befragung von Teilnehmenden der Pilotveranstaltungen des Fortbildungskonzeptes werden die langfristigen Effekte der Teilnahme untersucht und bei der Finalisierung des Konzeptes berücksichtigt.
  • Erstellen, Durchführen und Evaluieren eines Qualifizierungskonzeptes für Multiplikator(inn)en des interkulturellen Fortbildungskonzeptes
    Das Konzept soll durch Multiplikator(inn)en im Anwendungsfeld Bevölkerungsschutz implementiert werden. Für diese ‚Train-the-Trainer‘- Ausbildung wird ein Konzept erstellt und in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe umgesetzt.

Ab 2 - Bevölkerungs- und katastrophenschutzrelevantes Wissen in der Bevölkerung – Stand und Ansätze zur Vermittlung

  • Erhebung von bevölkerungs- und katastrophenschutzrelevantem Wissen in der Bevölkerung Deutschlands
    Es erfolgt eine Einschätzung des handlungsrelevanten Wissensstandes der Bevölkerung Deutschlands bzgl. der Struktur und Funktion des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes. Die entsprechende Bedarfs-analyse des Wissens bzgl. Katastrophen- und Bevölkerungsschutz in Deutschland kann als Basis präventiver und resilienzfördender Maßnahmen dienen, z.B. bei der Erstellung von zielgruppenspezifischen Informations- und Schulungskampagnen.
  • Erstellen einer sprach- und kultursensiblen Informationsmaßnahme "Bevölkerungs- und Katastrophenschutz in Deutschland" (Arbeitstitel), in der Kernelemente bevölkerungs- und katastrophenschutzrelevanten Wissens zusammengefasst sind
    Auf der Basis einer Literatur- und Materialrecherche sowie zweier Bedarfsanalysen (Zielgruppen: Migrantinnen und Migranten sowie Expertinnen und Experten aus dem Bevölkerungsschutz) wird eine Intervention entwickelt, durchgeführt und evaluiert.
  • Erstellen, Durchführen und Evaluieren eines Qualifizierungskonzeptes für geeignete Multiplikator(inn)en der zielgruppenspezifischen Informationsmaßnahmen
    Unter Berücksichtigung der Umsetzbarkeit der in Ab. 2.2 erstellten Informationsmaßnahme sowie der Nachhaltigkeit und eines hohen Verbreitungsgrades wird ein Implementierungs- und Qualifizierungs¬konzept geeigneter Multiplikator(inn)en entwickelt, durchgeführt und evaluiert.

 

Zentrales Ziel dieser und der vorherigen Arbeiten ist es, wissenschaftliche Grundlagen, erprobte Konzepte und Handlungsempfehlungen für den Umgang mit soziokultureller und ethnischer Diversität im Bevölkerungsschutz bereitzustellen, deren Verwendung auf der individuellen, der operativen und auch der strategischen Ebene erfolgen kann. Diese Verwendung soll dazu beitragen, die best­mögliche Versorgung aller Bevölkerungsmitglieder und -gruppen zu sichern und wichtige Prozesse zu fördern – etwa die interkulturelle Öffnung der deutschen Bevölkerungsschutzsysteme.

Dazu benötigen wir wieder die Unterstützung von Expertinnen und Experten aus dem Bevölkerungs­schutz sowie die von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen.

Alle Planungen, Durchführungsschritte und Ergebnisse des Projektes werden dem Auftraggeber und einem projektbegleitenden Arbeitskreis dreimal während des Projektzeitraumes vorgestellt und mit diesen abgestimmt. Dem Auftraggeber werden zudem zwei Zwischenberichte und ein Abschluss­bericht vorgelegt.

 

 

iSAR+

iSAR+ Online and Mobile Communications for Crisis Response and Search and Rescue

gefördert durch die EU (FP7) - Grant Agreement nº 312850 
Laufzeit: 01/2013 – 06/2015

The iSAR+ Project aims to research and develop guidelines and an associated platform that, in emergencies or crises, enables citizens using new mobile and online technologies to actively participate in the response effort, through the bi-directional provision, dissemination, sharing and retrieval of information essential for critical Public Protection and Disaster Relief (PPDR) intervention, in search and rescue (SAR), law enforcement and medical assistance.

Empowered by the new communication media, such as mobile phones with cameras, text messaging and internet-based applications connecting to social media platforms, citizens are the in situ first sensors, but their added-value involvement in crisis response efforts is often disregarded by PPDRs, as they struggle to timely develop an adequate situational awareness. iSAR+ innovates the approach to the dynamics between citizens and PPDRs in crises, allowing:

  • The leverage of PPDRs’ levels of shared awareness and performance, benefiting from citizens’ published information
  • The exploitation of mobile platforms’ ubiquity to search, locate and effectively communicate with citizens
  • The redirection of citizens’ large energy and information flow into PPDRs platforms.
Cato

CATO: CBRN crisis management: Architecture, Technologies and Operational Procedures

gefördert durch die EU (FP7) - Grant Agreement No. 261693
Laufzeit: 01/2012 - 12/2014

Ziele

Bei CATO handelt es sich um ein von der Europäischen Kommission gefördertes Projekt, dessen Ziel die Entwicklung eines verständlichen, öffentlich zugänglichen Entscheidungshilfesystem (Decision Support System) zum Umgang mit Krisensituationen ist, die aufgrund terroristischer Angriffe mit CBRN (chemisch, biologisch, radioaktiv und nuklear)-Materialien oder unkonventionellen Waffen ausgelöst wurden. CATO wird den gesamten Kreislauf von der Aufdeckung über die Reaktion bis zur Erholung nach CBRN-Katastrophen abdecken, indem die zahlreichen Mitwirkenden von Entscheidungsträger bis zu Einsatzkräften in einem nahtlosen Übergang von der Planungs- zur Überwachungs- und schließlich der operativen Reaktionsphase unterstützt werden sollen.

Der Lehrstuhl Gesundheit und Prävention der Ernst Moritz Arndt Universität ist als Projektpartner zuständig für den Bereich der Krisenkommunikation. Im Rahmen dieser Studie sollen subjektive Risikoeinschätzungen, Verhaltensabsichten und Kommunikationsverhalten der Bevölkerung mit Hilfe online gestützter Fragebögen und Interviews erfasst werden. Ziel ist die Gewinnung von Informationen über die Wahrnehmung von Krisensituationen. Im besonderen Focus stehen Krisen im Zusammenhang mit unkonventionellem Terror. Hierzu zählen Anschläge mit chemischen, biologischen, radioaktiven und nuklearen Materialen (CBRN). Die durchzuführende CATO Teilstudie konzentriert sich auf Einstellungen zu und Wahrnehmungen von CBRN Krisen durch die Bevölkerung. Im Rahmen der Studie werden den Teilnehmern verschiedene hypothetische Szenarien in Schriftform präsentiert und ihre Einschätzungen zum individuellen Verhalten und Erleben erfasst. Hierbei kommen (Online)-Fragebögen zum Einsatz, die jeweils Allgemeine Inhalte sowie spezifische Krisen (C,B,RN, + konventionellen Terror) abbilden. Die Erhebungen werden anonym durchgeführt und die Teilnehmer vorab umfassend über Sinn und Zweck der Studie sowie die Verwendung ihrer Daten aufgeklärt. Die Befunde der Studie leisten einen Beitrag zu Entwicklung von Empfehlungen für Krisenkommunikation für den Fall unkonventioneller Terroranschläge.

Beteiligte Institute

Das gesamte CATO Konsortium besteht aus 25 Partnern, Koordinator des Konsortiums ist das israelische Unternehmen NESS. Arbeitspacket 1.6 des CATO Projekts befasst sich mit Kommunikation in Krisenlagen. Der Lehrstuhl für Prävention und Gesundheit bearbeitet diesen Teilaspekt von CATO gemeinsam mit der Universität Jyväskylä aus Finnland und Inconnect, einem niederländischen Unternehmen spezialisiert auf Krisenkommunikation.

BeSeCu

Behaviour, Security and Culture: Human behaviour in crisis situations: A cross cultural investigation in order to tailor security-related communication.

gefördert durch die Eu (FP7) - Grant agreement no.: 218324
Laufzeit: 01/2009 - 12/2011

Die Studie wird durch die Europäische Gemeinschaft im 7. Forschungsrahmen-programm (Bereich Sicherheit) gefördert. Die Studie wird von der EMAU Greifswald koordiniert und in Zusammenarbeit mit sieben weiteren Instituten innerhalb Europas durchgeführt.

Ziel von BeSeCu (Behaviour, Security and Culture) ist es, interkulturelle Unterschiede im Verhalten von Menschen während Notfällen und Krisensituationen zu untersuchen.

Im Rahmen der BeSeCu Studie werden Menschen, die Krisensituationen erlebt haben, befragt. Im ersten, qualitativen Teil der Befragung, werden Interviews und Fokus-Gruppen durchgeführt. Basierend auf diesen Ergebnissen wird später eine quantitative, standardisierte Befragung mit Hilfe eines Fragebogens stattfinden. Interviews und Fokus-Gruppen beziehen sich auf verschiedene Arten von Krisensituationen und Unfällen, wie beispielsweise Überflutungen, Hausbrände und Terrorattentate.

Zur Erstellung des Interviewleitfadens wurden explorative Gespräche mit Experten in Krisensituationen, wie u.a. Feuerwehrbeamten, Notfallpsychologen und dem ärztlichen Rettungsdienst geführt. Teilnehmer von Fokus-Gruppen werden anhand des Leitfadens je nach Krisensituation in Gruppen von 4-6 Personen gemeinsam befragt. Diese werden zu ihren Erfahrungen, ihrem Verhalten, ihrer Wahrnehmung und ihren Emotionen während des Ereignisses befragt. Die Gruppeninterviews werden transkribiert und zu den häufigsten Themen zusammengefasst. Basierend auf diesen Ergebnissen werden Fragebögen speziell für Menschen, die ein solches Ereignis erlebt haben und für Professionelle entwickelt.

Aktuelle Angebote für Forschungspraktika/Diplomarbeiten

  1. Motivationale Aspekte ehrenamtlichen Engagements im Bevölkerungsschutz
    diana.kietzmann(at)uni-greifswald(dot)de
  2. Menschliches Verhalten in einer virtuellen Umgebung: Planung, Durchführung und Auswertung eines Experiments mit VR-Brille und Eye-Tracker
    jan.vitera(at)uni-greifswald(dot)de

Publikationen

Peer-reviewed

Peer-reviewed

    • Stumpf, K., Knuth, D., Kietzmann, D., & Schmidt, S. (2017) Adoption of Fire Prevention Measures - Predictors in a Representative German Sample. Safety Science, 94, 94-102. doi: 10.1016/j.ssci.2016.12.023  Link
    • Schönefeld, S., Knuth, D., Lemanski, S., Hahm, S. & Schmidt, S. (2016) Kaskadierende Effekte in Katastrophen: Die Rolle des menschlichen Verhaltens. [Cascading effects in disasters: The role of human behavior.] Im Einsatz. 4/2016
    • Hahm, S., Knuth, D., Kehl, D., & Schmidt, S. (2016). The impact of different natures of experience on risk perception regarding fire-related incidents: A comparison of firefighters and emergency survivors using cross-national data. Safety Science, 82, 274-282. doi: 10.1016/j.ssci.2015.09.032  Link
    • Szymczak, H., Kücükbalaban, P., Lemanski, S., Knuth, D., & Schmidt, S. (2016). Trusting Facebook in Crisis Situations: The Role of General Use and General Trust Toward Facebook. Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking, 19(1):23-27. doi: 10.1089/cyber.2015.0450. Link
    • Knuth, D., Kietzmann, D., Schmidt, S. (2016). Notfallvorsorge und Motivation zur Vorsorge in der Bevölkerung Deutschlands. Crisis Prevention, 1/2016.
    • Hillert, R., Kücükbalaban, P., Lemanski, S., Knuth, D., & Schmidt, S. (2015). Soziale Medien in Krisen- und Katastrophensituationen: Ein Vergleich zwischen Deutschland, Norwegen und Frankreich [Social Media in Crisis and Disaster Situations: A Comparison between Germany, Norway, and France]. Bevölkerungsschutz, 4/2015, 35-39.
    • Knuth, D., Kietzmann, D., Hegele, K. & Schmidt, S. (2015). Notfallvorsorge und Motivation zur Vorsorge in der Bevölkerung Deutschlands. Ergebnisse einer repräsentativen Telefonbefragung. [Emergency preparedness and motivation for preparedness in Germany. Results of a representative telephone survey.] Bevölkerungsschutz, 3/2015.
    • Kietzmann, D., Knuth, D., Hegele, K. & Schmidt, S. (2015). Notfallwissen in der Bevölkerung Deutschlands. Ergebnisse einer repräsentativen Telefonbefragung. [Emergency knowledge in Germany. Results of a representative telephone survey.] Bevölkerungsschutz, 3/2015.
    • Kietzmann, D., Hannig, C., & Schmidt, S. (2015). Migrants' and professionals' views on culturally sensitive pre-hospital emergency care. Social Science & Medicine 138(EFirst), 234-240. doi: 10.1016/j.socscimed.2015.06.022   Link
    • Knuth, D., Kehl, D., Hulse, L., Spangenberg, L., Brähler, E., & Schmidt, S. (2015). Risk perception and emergency experience: Comparing a representative German sample with German emergency survivors. Journal of Risk Research, 18(5), 581-601. doi: 10.1080/13669877.2014.910685   Link
    • Kietzmann, D., Kallies, K., Hannig, C., Kehl, D., Knuth, D., & Schmidt, S. (2015). Ressourcen und Barrieren bei der Gewinnung von Personen mit Migrationshintergrund im Bereich der präklinischen Notfallforschung. [Access und Barriers to Recruiting Persons with Migration Background in the Field of Prehospital Emergency Care Research]. Gesundheitswesen (EFirst). doi: 10.1055/s-0034-1396889   Link
    • Kietzmann, D., Wiehn, S., Kehl, D., Knuth, D., & Schmidt, S. (2015). Migration background and overall satisfaction with pre-hospital emergency care. Applied Nursing Research (EFirst). doi: 10.1016/j.apnr.2015.05.009   Link
    • Kehl, D., Knuth, D., Hulse, L., & Schmidt, S. (2015). Predictors of postevent distress and growth among firefighters after work-related emergencies - A cross-national study. Psychological Trauma: Theory, Research, Practice, and Policy, 7(3), 203-211. doi: 10.1037/a0037954   Link
    • Feuerherd, M., Knuth, D., Muehlan, H., & Schmidt, S. (2014). Differential item functioning (DIF) analyses of the Impact of Event Scale-Revised (IES-R): Results from a large European study on people with disaster experiences. Traumatology, 20(4), 313-320. doi: 10.1037/h0099858   Link
    • Kietzmann, D., Hannig, C., Kehl, D., & Schmidt, S. (2014). Der Kulturbegriff aus Sicht von Betroffenen mit Migrationshintergrund und Bevölkerungsschutzexperten im Kontext der Notfallversorgung. [The concept of culture from the perspective of migrant persons and civil defense experts in the context of emergency care]. Psychotherapie, Psychosomatik, Medizinische Psychologie, 64(8), 309-314. doi: 10.1055/s-0033-1361157   Link
    • Knuth, D., Kehl, D., Galea, E., Hulse, L., Sans, J., Valles, L., . . . Schmidt, S. (2014). BeSeCu-S - a self-report instrument for emergency survivors. Journal of Risk Research, 17(5), 601-620. doi: Doi 10.1080/13669877.2013.815649   Link
    • Knuth, D., Kehl, D., Hulse, L., & Schmidt, S. (2014). Risk Perception, Experience and Objective Risk: A Cross-National Study with European Emergency Survivors. Risk Analysis, 34(7), 1286-1298. doi: 10.1111/risa.12157   Link
    • Kehl, D., Knuth, D., Galea, E., Hulse, L., Sans, J., Valles, L., . . . Schmidt, S. (2014). Advancing disaster relief: Development of a self-report questionnaire for firefighters.International Perspectives in Psychology: Research, Practice, Consultation, 3(3), 167-183. doi: 10.1037/a0036423   Link
    • Kehl, D., Knuth, D., Holubová, M., Hulse, L., & Schmidt, S. (2014). Relationships between firefighters’ postevent distress and growth at different times after distressing incidents. Traumatology, 20(4), 253-261. doi: 10.1037/h0099832   Link
    • Kehl, D., Knuth, D., Hulse, L., & Schmidt, S. (2014). Posttraumatic Reactions among Firefighters after Critical Incidents: Cross-National Data. Journal of Aggression Maltreatment & Trauma, 23(8), 842-853. doi: 10.1080/10926771.2014.938143  Link
    • Knuth, D., Kehl, D., Hulse, L., & Schmidt, S. (2013). Perievent distress during fires - The impact of perceived emergency knowledge. Journal of Environmental Psychology, 34, 10-17. doi: 10.1016/j.jenvp.2012.12.002   Link
    • Prati, G., Pietrantoni, L., Saccinto, E., Kehl, D., Knuth, D., & Schmidt, S. (2013). Risk perception of different emergency situations in a sample of European firefighters.Work: Journal of Prevention, Assessment & Rehabilitation, 45(1), 87-96. doi: 10.3233/WOR-121543   Link
    Book chapters/Buchkapitel

    Book chapters/Buchkapitel

    • Kuecuekbalaban, P., Rhode, D. & Schmidt, S. (2015). PPDRs View on New Communication Technologies and Social Media in Crises. In In S. Schmidt & D. Knuth (Eds.). iSAR+ New Media in Crisis Situations - Findings and Recommendations from the Human and Organisational Perspective (24-39). Lengerich: Papst Science Publishers.
    • Kietzmann D. & Brandt, S. (2015) An example of the use of social networks for disaster follow-up. In In S. Schmidt & D. Knuth (Eds.). iSAR+ New Media in Crisis Situations - Findings and Recommendations from the Human and Organisational Perspective (77-92). Lengerich: Papst Science Publishers.
    • Kuecuekbalaban, P., Knuth, D., Szymczak, H., Lemanski, S., Lück, A. & Schmidt, S. (2015) Citizens View on New Media in Crisis. In In S. Schmidt & D. Knuth (Eds.). iSAR+ New Media in Crisis Situations - Findings and Recommendations from the Human and Organisational Perspective (40-76). Lengerich: Papst Science Publishers.
    • Knuth, D. & Rhode, D. CBRN terorism – societal perspectives and attitudes. In S. Schmidt & M. Vos (Eds.). Behavior and communication in CBRN Crisis. Findings and recommendations in case of chemical, biological, radiological, and nuclear attacks on society (4-59). Lengerich: Papst Science Publishers.
    • Rhode, D., Knuth, D., Van het Erve, A. & Vergeer, F. Communication Guidelines. In S. Schmidt & M. Vos (Eds.). Behavior and communication in CBRN Crisis. Findings and recommendations in case of chemical, biological, radiological, and nuclear attacks on society (61-105). Lengerich: Papst Science Publishers.
    • Hannig, C. (2014). Interkulturelle Aspekte. In H. A. Adams, C. Krettek, C. Lange & C. Unger (Eds.), Patientenversorgung im Großschadens- und Katastrophenfall: Medizinische, organisatorische und technische Herausforderungen jenseits der Individualmedizin (pp. 661-669). Köln: Deutscher Ärzte-Verlag.
    • Knuth, D., & BeSeCu-group. (2013). Results of the BeSeCu-S field study. In S. Schmidt & E. Galea (Eds.), Behaviour - Security - Culture (BeSeCu): Human behaviour in emergencies and disasters: A cross-cultural investigation (pp. 88-100). Lengerich: Pabst Science Publishers.
    • Knuth, D., & Kehl, D. (2013). Situational characteristics of survivor data. In S. Schmidt & E. Galea (Eds.), Behaviour - Security - Culture (BeSeCu): Human behaviour in emergencies and disasters: A cross-cultural investigation (pp. 117-124). Lengerich: Pabst Science Publishers.
    • Knuth, D., Kehl, D., & Schmidt, S. (2013). Development of field study instruments BeSeCu-S and BeSeCu-FR. In S. Schmidt & E. Galea (Eds.), Behaviour - Security - Culture (BeSeCu): Human behaviour in emergencies and disasters: A cross-cultural investigation (pp. 60-69). Lengerich: Pabst Science Publishers.
    • Knuth, D., Kehl, D., Stegemann, K., & Schmidt, S. (2013). Recruitment strategies across all centers. In S. Schmidt & E. Galea (Eds.), Behaviour - Security - Culture (BeSeCu): Human behaviour in emergencies and disasters: A cross-cultural investigation (pp. 72-87). Lengerich: Pabst Science Publishers.
    • Schmidt, S., Knuth, D., & Hannig, C. (2013). Die Psychologie im Bevölkerungsschutz – Grundlagen und aktuelle Forschungsthemen. In C. Unger, T. Mitschke & D. Freudenberg (Eds.), Krisenmanagement - Notfallplanung - Bevölkerungsschutz. Festschrift anlässlich 60 Jahre Ausbildung im Bevölkerungsschutz, dargebracht von Partnern, Freunden und Mitarbeitern des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (pp. 341-352). Berlin: Duncker & Humblot.
    • Schmidt, S., Knuth, D., & Kehl, D. (2013). RESULTATS DE L’ESTUDI BESECU A ALEMANYA. In L. Vallès Port, C. Cervera, B. (Projecte) & C. Gandia (Eds.), El Comportament humà en situacions de crisi: resultats d'un estudi europeo (pp. 77-86). Addena, Barcelona: Institut de Seguretat Pública de Catalunya.
    • Schmidt, S., Knuth, D., & Kehl, D. (2011). Human behavior in crisis situations: A field study of fire fighters and survivors across different types of disaster situations. In W. Jaskolowki & P. Kepka (Eds.), Emergency evacuation of people from buildings (pp. 309-316). Warszawa: BEL Studio.
    Conference Proceedings/Konferenzbeiträge

    Conference Proceedings/Konferenzbeiträge

    • Knuth, D. (2015, November) Fire safety knowledge and preparedness in the German population. Oral presentation at the conference: Fire Related Research and Developments (RE15), Moreton-in-Marsh, United Kingdom.
    • Knuth, D., Kietzmann, D. & Schmidt, S. (2015, November) Notfallvorsorge und Notfallwissen in der Bevölkerung Deutschlands - Eine repräsentative Befragung [Emergency preparedness and emergency knowledge in the German population – a representative study.] Poster presentation:  at the Forum Katastrophenvorsorge: „Partizipation von allen!?“, Berlin, Germany.
    • Knuth, D., Kuecuekbalaban, P., Hahm, S., Lemanski, S., & Schmidt, S. (2015, June 15th to 17th). Flood experience in Germany – the impact on risk perception, concern, and social media usefulness. Presentation at the 24th SRA-Europe Conference, Maastricht, Netherlands.
    • Knuth, D., Kietzmann, D. & Schmidt, S. (2015, June 15th to 17th). Risk perception, experience and gender – An investigation of the accuracy hypothesis with respect to fires. Presentation at the 24th SRA-Europe Conference, Maastricht, Netherlands.
    • Schönefeld, M. (2015, June). Disaster Risk Reduction and the Inclusion of Migrants.Workshop leader and keynote speech at the Regional Consultation for Eastern Europe and Central Asia of the Initiative “Migrants in Countries in Crisis“ (International Organisation for Migration), Brussels, Belgium.
    • Hannig, C., & Schönefeld, M. (2015, June). Cultural competence and civil protection.Oral presentation at the Rescue forum of the INTERSCHUTZ fair, Hannover, Germany.
    • Kuecuekbalaban, P., Hahm, S., Knuth, D., & Schmidt, S. (2015, April 21st to 24th).Comparison of the use of traditional and social media by public protection and disaster relief representatives in four European countries. Prensentation at the Presentation, 19th World Congress of Disaster and Emergency Medicine, Cape Town, South Africa.
    • Knuth, D. (2015, April). The accuracy hypothesis of risk perception – the impact of experience and gender. Oral presentation at the at the Mid-term conference of RN22, Sociology of Risk and Uncertainty: Risk, Uncertainty and Transition, Stuttgart, Germany.
    • Szymczak, H. (2015, March 27th to 29th). iSAR+ and SOTERIA projects Prensentation at the the Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) of the Federal Office of Civil Protection and Disaster Assistance, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Germany.
    • Schönefeld, M. (2015, March). E-Learning assisted cultural competence training for civil protection practitioners. Oral presentation at the 5th symposium of the German Federal Agency for Technical Relief (THW) “Help for helpers”. Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) of the Federal Office of Civil Protection and Disaster Assistance, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Germany.
    • Kietzmann, D., Bischoff, M., Kehl, D., & Schmidt, S. (2014, November 4th to 5th).Volunteering in the field of emergency management. Presentation at the German committee for disaster reduction, Leipzig, Germany.
    • Schönefeld, M. (2014, November). Intercultural challenges for emergency medical services. Oral presentation at the 15th Berlin Symposium for Emergency Medical Services, Charité Hospital Berlin, Germany.
    • Kietzmann, D., Kehl, D., Wiehn, S., Hannig, C., & Schmidt, S. (2014, September 17th to 20th ). The impact of language barriers on patient satisfaction with pre-hospital emergency care. Presentation at the German association for medical psychology and German association for medical sociology, Greifswald, Germany.
    • Schönefeld, M. (2014, September). Fit for Diversity? Evaluation results: Cultural competence training for non-medical emergency personnel. Oral presentation at the annual conference of the German Society for Medical Psychology (DGMP), Greifswald, Germany.
    • Hannig, C. (2014, June). Civil protection in European multicultural societies – starting points for practice and development. Keynote speech at the workshop conference Civil protection in diverse societies: migrants, asylum seekers and refugees in the context of major risks prevention and management, European Council, Strasbourg, France.
    • Schönefeld, M. (2014, June). Rescue – Aid – Culture: A cultural competence training for non-medical emergency personnel. Oral presentation at the Council of Europe (CoE), Strasbourg, France; Meeting of the CoE Working Groups “Intercultural Cities” and “Major Hazards Agreement EUROPA, Strasbourg, France.
    • Hahm, S., Kuecuekbalaban, P., Knuth, D., & Schmidt, S. (2014, April 9th). Usage of social media in crisis communication. First results of an online survey in crisis management and civil defence. Presentation at the INKA consortium meeting and workshop, Berlin, Germany.
    • Hannig, C. (2014, April). The need and the enhancement of cultural competence in civil protection, results from a German research project. Oral presentation at the 19th World Congress on Disaster and Emergency Medicine, Cape Town, South Africa.
    • Hannig, C. (2014, February). Intercultural competence in civil protection, basics and specific aspects for psychosocial emergency care. Keynote speech at the festive event 15 years pastoral emergency care in Hannover, Hannover, Germany.
    • Kietzmann, D., Hannig, C., & Schmidt, S. (2013, November 27th to 30th). Cultural competence in the context of pre-hospital emergency care – relevant approaches.Presentation at the German Association for Psychiatry, Psychotherapy and Psychosomatics, Berlin, Germany.
    • Knuth, D. (2012, October 3rd to 5th). Risk perception of European emergency survivors. Poster presentation at the 7th DFG-NSF Research Conference Reckoning with the Risk of Catastrophe, Washington DC, USA.
    • Kietzmann, D., Hannig, C., & Schmidt, S. (2012, September 20th to 22th ).Psychosocial needs of persons affected by emergencies and their relatives. Oral presentation at the German association for medical psychology, Heidelberg, Germany.
    • Hannig, C. (2012, May). The heuristical model ‘Intercultural stress in emergency response’ as an element of an intercultural training concept for managerial and operational staff in civil Protection. Oral presentation at the conference Interculturality as an instrument for service and leadership, National Defence Academy, Vienna, Austria.

    Betreute Diplomarbeiten

    • Roggelin, A. (2016). Vor- und Nachteile sozialer Medien in Notsituationen basierend auf subjektiven Berichten von haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräften des Bevölkerungsschutzes. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Rohloff, S. (2015). Verhaltensaussagen zu CBRN-Situationen: Qualitative und quantitative Ergebnisse einer Onlineerhebung. [Human actions in CBRN-situations: qualitative and quantitative results of an online survey]. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Sass, J. (2014). Der Einfluss gesundheitsbezogener Konstrukte auf das Vorsorgeverhalten im Kontext von Brandschutz. [The impact of health related factors on preparedness behavior with respect to fires]. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Berg, S. (2013). Posttraumatisches Wachstum bei Betroffenen und Rettungspersonal: Der Einfluss von Religiosität – eine internationale Untersuchung. [Posttraumatic growth of emergency survivors and first responder: The impact of religiousness – an intercultural study]. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Hahm, S. (2013). Risikowahrnehmung im Kontext von Notsituationen: Der Vergleich von Notfallbetroffenen und Feuerwehrpersonal und die Betrachtung nationaler Unterschiede. [Risk perception concerning emergency situations: The comparison of survivors and fire fighters and the investigation of national differences]. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Kallies, K. (2013). Rekrutierungsstrategien in der Notfallforschung - Zugangswege und Zugangsbarrieren. [Recuitment strategies in disaster research]. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Schmihing, R. (2013). Menschliches Verhalten bei Bränden - Eine interkulturelle Studie. [Human behavior in fires – an intercultural study]. Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.
    • Wiehn, S. (2013). Wahrnehmung der Versorgungszufriedenheit von Notfallbetroffenen mit und ohne Migrationshintergrund in Deutschland. [Perception of satisfaction with pre-hospital emergency care by persons with and without migration background].Diplom, Ernst Moritz Arndt University Greifswald, Greifswald, Germany.